2021 - Black Rose - Rock-Musik aus Arloff

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Hurra - Wir leben noch


Die Zeit läuft.

Letzte Aktivitäten an der Website
sind schon ein halbes Jahr her.

Hier ein Lebenszeichen von Black Rose
aus März 2021
Im folgenden Video seht ihr Aufnahmen von den Leuchtenden Gärten in Zülpich 2020 und Aufnahmen von der Klangwelle 2018 in Bad Neuenahr. Der Song dazu heißt 'XT' aus dem Jahr 1995, damals noch mit Carsten, unserem damaligen Sänger.
Das Stück hat sich mit den Jahren verändert und wurde live nie aufgeführt.
2021 - Black Rose Video - XT zu leuchtenden Gärten in Zülpich

Om Namo Bhagavate
heißt das nächste Stück und entstand in der Zeit als mein Freund Ludwig Cremer mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hatte. Der Name bezieht sich auf ein Mantra, einer energetischen Klangformel, die in den östlichen Meditationstraditionen entwickelt wurde, um durch das fortlaufende Wiederholen dieses Klangkörpers das Bewusstsein im täglichen Leben zu stärken und uns in Räume tiefen inneren Friedens und Ruhe zu versetzen.
Ludwig hat dieses Mantra geholfen, die letzten Wochen vor seinem Tod zu überbrücken.
    
Die Bilder und Videos zum Stück entstanden an zwei Orten, im interaktiven Museum 'Art in Paradise' in Chiang Mai (Thailand) und im Theater-Museum Dali in Figueres (Spanien).
Ludwig war auch mal dort und war total begeistert.

Theater-Museum Dali
Figueres ist die Geburtsstadt von Salvador Dali, einem Künstler der ebenso eigenwillig wie genial war. Die Geburtsstadt wäre heute ohne sein Museum sicher nicht so bekannt: das Dali-Museum in Figueres ist natürlich die Top-Attraktion des Ortes. Zu Tausenden pilgern jedes Jahr die Anhänger des größten Vertreter des Surrealismus nach Figueres. Das Museum wurde auf den Überresten eines im spanischen Bürgerkriegs abgebrannten Theaters erbaut und 1974 eingeweiht. Es wurde bis ins kleinste Detail von Dali entworfen und geplant. Die gläserne Kuppel, unter der sich die Krypta und der Sarg Dalis befindet, ist von weitem zu sehen und ein besonderes Wahrzeichen der Stadt. Das Museum beherbergt heute über 1500 Werke aller Arten von Kunstwerken, Gemälde und Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen. Der kinderlose Dali vermachte das Museum dem spanischen Staat.

Art in Paradise Museum
Das Art in Paradise Museum in Chiang Mai ist ein etwas außergewöhnliches Museum, wo es zahlreiche 3D Malereien zu bewundern gibt, die von koreanischen Künstlern angefertigt wurden.
Die Malereien an den Wänden und am Boden sind so gezeichnet, dass man aus dem richtigen Blickwinkel stehend das Gefühl hat, in das Bild hinein zulaufen, in den Boden zu fallen oder Tiere aus dem Gemälde springen zu sehen.
2021 - Black Rose Video - Om Namo Bhagavate<br />Die Bilder und Videos zum Stück entstanden an zwei Orten, im interaktiven Museum 'Art in Paradise' in Chiang Mai (Thailand) und im Theater-Museum Dali in Figueres (Spanien)

Die Flut
Unser letzter Eintrag war am 11.06.2021 und einen Monat später, genau gesagt am Mittwoch, den 14.07.2021, erlebten wir die bisher größte Flutkatastrophe in NRW und Rheinland Pfalz. Auf die bereits durchfeuchteten Böden im Einzugsgebiet fielen bis zu 178 mm Regen.
16.07.2021 Arloff nach der Flut
Arloff nach der Flut
rechts war mal die Bachstraße
Hauptursache für die lokal großen Niederschlagsmengen war die langsame Fortbewegung des Tiefs Bernd. Die über die Ufer getretene Erft und Swist überflutete weite Teile des Erftstädter Stadtgebiets, mehrere Ortschaften wurden teilweise oder vollständig evakuiert. In Bad Münstereifel und den umliegenden Stadtteilen Arloff-Kirspenich, Iversheim, Eicherscheid und Schönau gab es schwere Verwüstungen. Auch Euskirchen hatte unter den katastrophalen Folgen zu leiden. So blieb auch unser Übungsraum vom Wasser nicht verschont und ist seitdem nicht mehr nutzbar.
Die Steinbachtalsperre drohte nach einer massiven Überströmung der Dammkrone aufgrund des Starkregens in der Eifel zu brechen und gefährdete 15.000 Menschen, die zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert wurden. Die Steinbachtalsperre wurde als "sehr instabil" eingestuft und die Orte Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim wurden evakuiert.
Im Bad Münstereifeler Ortsteil Kirspenich ist durch das Hochwasser eine Eisenbahnbrücke völlig zerstört worden. Da sie den Flusslauf blockierte und durch eine Anstauung von Treibgut die Wassermassen das Ufer weiter auswuschen, war die örtliche Kläranlage in Gefahr.
Spezialisten des THW sprengten die Brückenreste und stabilisierten den Hang.
Fast 4 Monate ist es jetzt her, als das Hochwasser meinen Heimatort Arloff-Kirspenich mit seinen 2.400 Einwohnern schwer erwischt hat. Normalerweise beträgt der Pegelstand der Erft bei uns 22 Zentimeter. Am Abend des 14. Juli waren es 247 Zentimeter. Unvorstellbare Wassermassen die Straßen, Brücken und Autos mitrissen und eine Schneise der Verwüstung zurückgelassen haben.
Rund 300 Wohnhäuser wurden teils beträchtlich beschädigt, etwa 15 seien gar nicht mehr zu retten. Eine Dame aus unseren Dorf ist dabei leider verstorben, eine weitere Person aus dem Nachbardorf sei von den Wassermassen tot angespült worden. Durch das Hochwasser kamen mindestens 48 Personen ums Leben. Rettungs- und Hilfskräfte machten sich von überall auf den Weg in die Krisenregionen. Allein 4,4 Millionen Schaden entstanden an Straßen nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen.
Ich war selber auch betroffen, da ich auf der Parallelstraße zur Erft gewohnt habe. Diese Nacht alleine in der Wohnung zu erleben war schon traumatisch. Wir hatten keinen Strom, also saß ich mit Kerzenlicht im Wohnzimmer. Ich befand mich mit der Wohnung in einem reißenden Fluss. Die Straßenbeleuchtung war auch schon lange ausgefallen, sodass man draußen auch nichts mehr erkennen konnte. Die Geräuschkulisse werde ich auch nicht mehr vergessen, Wahnsinn! Irgendwann lief dann das Wasser bei mir ins Wohnzimmer. Ich habe dann noch versucht einige Sachen zu retten, aber mein Wohnzimmerboden und Büroboden gaben schon nach. Ich bin dann in die erste Etage und habe mit der Taschenlampe schon mal nachgeschaut. Erst war es Schlamm, dann hatte ich Styroporschüttung in der Wohnung und anschließend roch es sehr stark nach Heizöl. Ich glaube ich bin erst gegen Mittag aus dem Haus gekommen, das in einem See lag. Als ich raus kam wurde einem erst bewusst, welche Katastrophe hier statt gefunden hatte. Unvorstellbare Schäden allein auf meiner Straße. Hier sind in der Nacht Autos, Wohnwagen und alles mögliche angeschwemmt worden. Mein Farblager bestand nur noch aus Farbe und Schlamm. Mein Jägerzaun mit Briefkasten gab es nicht mehr, überhaupt sind bei mir soviel Sachen abhanden gekommen, unglaublich. Gartenmöbel, Winterreifen, Leitern usw. , alles verschwunden.
Im Haus konnte man nicht mehr leben, nur Schlamm, kein Strom, kein Internet, kein Telefon, kein warmes Wasser. Das musste später eine Zeit abgekocht werden. Man hat sich in den ersten Tagen nach der Flut schon gefreut, wenn man mal einen warmen Kaffee bekommen hat.
 
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